Legalisierung von Prostitution

Unter Prostitution versteht man das Erbringen von sexuellen Handlungen gegen Entgelt.
Dabei handelt es sich um das “älteste Gewerbe der Welt”. Prostitution gab es schon immer zu allen Zeiten und bei allen Völkern. Kein Volk kann behaupten in ihrer Geschichte nie mit diesem Berufszweig zu tun gehabt zu haben. Die ersten Belege zeigen, dass es Prostitution bereits ca. 3000 Jahre vor Christus gegeben hat. Auch wenn die Akzeptanz dieser zumeist im Verborgenen stattfand.
Die Prostitution konnte ihren Platz in der Gesellschaft nicht zuletzt aufgrund dessen bestreiten, weil diese schon immer ein wichtiger Wirtschaftszweig war. So erreichte im Jahr 2004 das Sex-Dienstleistungsgewerbe einen Umsatz von circa 15 Milliarden Euro.
Bis heute wird dieser Berufszweig teilweise als sittenwidrig angesehen, beim Staat und Bevölkerung.
Schätzungsweise arbeiten in Deutschland 400.000 Menschen im Sexgewerbe. Davon sind 98% Frauen. Davon wiederum ist die Hälfte ausländischer Herkunft, größtenteils aus Osteuropa. Weitere Herkunftsländer sind unter anderem Mittel- und Südamerika und Thailand. Leider bietet die Prostitution viel Spielraum für Menschenhandel, Zwangsprostitution, Drogenabhängigkeit usw. Viele Prostituierte greifen aufgrund der psychischen Belastung zu Drogen und Alkohol.
Während der deutsche Staat im Jahr 2001 die Prostitution legalisierte, sofern sie keiner strafrechtlichen Handlung wie z.B. Zwang unterliegt, wird die Inanspruchnahme dennoch für gewöhnlich im Geheimen vollzogen. Durch die Legalisierung soll unter anderem dem strafrechtlichen Bereich entgegen gewirkt werden, indem Prostitution an sich bereits keine Straftat mehr ist.
Ebenso existieren einige Verordnungen und Gesetzte zum Schutz von Minderjährigen, so darf dem Beruf der Prostitution z.B. nicht in der Nähe von Schulen nachgegangen werden.
Seit der Gesetzänderung 2001 wird der Beruf der Prostituierten als vollwertige und sozialpflichtige Beschäftigung anerkannt, das heißt, dass ein Anspruch auf Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung besteht.
Das Dienstleistungsgewerbe in diesem Bereich ist breit gefächert und bietet zahlreiche und verschiedene Formen an. So dass im Grunde jeder Bedarf gedeckt werden kann. Egal, ob „gewöhnlicher“ Geschlechtsverkehr gewünscht wird oder speziellere Formen. Dabei kann es sich um jede Art von sexuellen Handlungen handeln und beinhaltet nicht zwangsläufig den vollzogenen Geschlechtsverkehr.