Versicherungsmöglichkeiten für Prostituierte

Seit der Legalisierung der Prostitution im Jahr 2001 ist es den Arbeitnehmerinnen möglich als Prostituierte einem sozialpflichtigen Beruf auszuüben.
Sollte eine Prostituierte fest angestellt sein, hat sie, durch die monatlichen Sozialabgaben, Anspruch auf eine gesetzliche Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung wie jeder andere festangestellte Arbeitnehmer auch.
Das hat den Vorteil, dass eine Prostituierte für ihre Sozialversicherung selber aufkommt und nicht mehr zwangläufig dem Staat zur Last fällt, sollte sie ihrer Tätigkeit nicht nachgehen können aufgrund einer Krankheit oder Kundenmangel.
Durch die wechselnden Arbeitsorte und Tätigkeiten nimmt kaum eine Prostituierte diese Möglichkeiten wahr bzw. Festanstellungen werden kaum angeboten. Ebenso arbeiten die meisten Frauen nur kurzzeitig etwa 1,5 Jahren in diesem Beruf, so dass diese gerne darauf verzichten, dass dieses irgendwo auf dem Papier bekannt wird.
Eine Alternative zur gesetzlichen Vorsorge ist die private. Privat versichern sollten bzw. müssen sich auch Selbstständige, da diese für gewöhnlich keinen Anspruch auf die gesetzlichen Vorsorgeleistungen haben.
Eine Krankenversicherung kann privat abgeschlossen werden. Wobei einige Anbieter Sex-Dienstleister, aufgrund der erhöhten Gefahr von Infektionen usw., nicht aufnehmen.
Ebenso ist eine private Altersvorsorge möglich. Hierbei stehen verschiedene Modelle zur Verfügung. Daher ist es ratsam sich eingehend bei einem Fachmann zu informieren.
Um die Versicherungsbedürfnisse von Prostituierten genau abzusichern gibt es Versicherungsagenturen, die sich auf diesen Berufszweig spezialisiert haben und einen rundum Service in Sachen Versicherung anbieten.
Eine private Absicherung gegen Arbeitslosigkeit hingegen existiert nicht. Des Weiteren sind Prostituierte bei der Arbeitsagentur sehr schwer vermittelbar, so dass von dort kaum Hilfe zu erwarten ist im Falle einer Arbeitslosigkeit.
Ebenso gibt es bundesweit lediglich ein Programm der Arbeitsagentur, welches den Ausstieg aus der Prostitution fördert.
Eine Umschulung der betroffenen ist kaum möglich, da diese oftmals nie einen Beruf gelernt haben oder sogar keinen Schulabschluss vorweisen können.

This entry was posted on Donnerstag, Oktober 27th, 2011 at 1:44 pm and is filed under News und Hintergründe. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.